Reisebericht Mauritius
Gewinnspiel-Sieger Nico Gaida & Friends
Ich steckte mitten in der Klausurenphase des Wintersemesters, und das ausgeschriebene Gewinnspiel von Chiemsee und Stehsegelrevue für die Mauritiusreise versprach wenigstens einen kleinen Hoffnungsschimmer am äußerst tristen Himmel von Kiel. Als ich dann ein paar Monate später die Gewinnbestätigung bekam, traute ich erstmal meinen Augen nicht. Die anhaltende „Pechsträhne“, die sich in den letzten Jahren bei „Betandwin“ entwickelt hatte, schien gebrochen zu sein.
Nachdem so ziemlich alle Endorphine aufgebraucht waren, ging sofort die Urlaubsplanung los. Eine Woche Mauritius im Luxushotel „La Pirogue“, Flic en Flac, mit Rundumverpflegung! Kurzum mobilisierte und begeisterte ich vier meiner Surffreunde für Mauritius und organisierte alles Weitere mit „Chiemsee“ und der Gewinnvermittlung. Alles klappte sehr gut, und pünktlich zum Ende des Sommersemesters ging es für 6 Wochen nach Mauritius. Auf Mauritius ist zu dieser Zeit „Winter“, allerdings mit sehr angenehmen Temperaturen von 20-26 Grad und - was viel wichtiger ist - mit einer Wind- und Wellenstatistik, die sich sehen lassen kann!
Doch in den ersten Tagen ließ der Wind noch auf sich warten. Dafür wurde die Zeit genutzt, die Insel zu entdecken: traumhaft weiße Strände, kristallblaues Wasser und eine atemberaubende Landschaft treffen hier auf eine sehr freundlichen Bevölkerung, die hauptsächlich aus Hinduisten, Christen und Muslimen besteht und ein Vorbild für das friedliche Zusammenleben von unterschiedlichen Religionen ist. Man hatte jederzeit das Gefühl, man gehöre zur Familie – zahlreiche Einladungen zum Essen bei einer mauritianischen Familie gaben uns zudem einen sehr guten Eindruck in die dortige Küche.
Mauritius ist vulkanischen Ursprungs und umgeben von Korallenriff-Strukturen. Genau diese Riffe sind auch das Ziel der vielen Wind- und Kitesurfer; vor allem die Spots Manawa, One Eye und Chameaux, die sich im Südwesten der Insel bei Le Morne befinden und zu dieser Jahreszeit vom dort herrschenden Südostpassat und Winterswells heimgesucht werden. Leider kam der Südostpassat zunächst unregelmäßig und irgendwann konnten wir die Worte „von unvergesslichen Tagen im letzten Jahr“ nicht mehr hören. Doch wenn dann doch mal Wind und Welle mitspielten, war all´ das vergessen! Unter traumhaften Bedingungen hatten wir letztlich ein paar großartige Tage in Manawa und One Eye.
Die von den Außenriffen geschützte Lagune rundum Le Morne eignet sich übrigens bestens als Einsteigerrevier und Freestylespot. Mit Vorsicht ist allerdings die teilweise sehr starke Strömung zu genießen, die schnell zum Abtreiben und der damit verbundenen relativ teuren Rettung durch die Boote vom Club Mistral führt. Trotzdem kann man sich stets sicher fühlen, da die Augen vom Club Mistral immer aufs Wasser gerichtet sind und bei Materialversagen sofort ein Rettungsboot geschickt wird.
Mauritius hat aber noch viel mehr zu bieten. Ob Schnorcheln an den zahlreichen Riffen, Klippenspringen in Baie du Cap, Wanderung zu tollen Wasserfällen oder Party in der Grande Baie, man kommt voll auf seine Kosten. Letztendlich war aber das Schönste mit seinen besten Freunden am anderen Ende der Welt Spaß auf dem Meer zu haben und ich bin mir sicher: Die nächsten Semesterferien kommen bestimmt und das Meer wird wieder die tragende Rolle spielen.












