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News

09.11.2011 09:55

Reisebericht Naish Surf Week

Gewinnspiel-Siegerin Jenny Eschenbach

Nie hätte ich damit gerechnet etwas gewinnen zu können, denn ich war fest davon überzeugt, diese Gewinnspiele seien lediglich zu Werbezwecken gedacht und wenn doch mal einer gewinnen sollte, dann nicht ich. Deswegen hatte ich das Ganze auch nach Senden der Mail sofort vergessen – der Vorteil dabei ist, dass man sich umso mehr freut, falls man gewinnen sollte und man niemals enttäuscht ist.

 

Bis mein Vater und ich (die Begleitperson war mit inbegriffen) am Flughafen eingecheckt hatten und unsere Flugtickets in den Händen hielten, hatte keiner von uns beiden wirklich glauben und vor allem realisieren können, das dieser Gewinn Realität war. Ab dem Moment im Flieger kam ich dann aus dem Grinsen nicht mehr raus.

 

Der Weg aus dem voll klimatisierten Flugzeug über das null klimatisierte Rollfeld zum Flughafengebäude war dann ein echter Schock – wie ein heißer Fön wehte uns der Wind entgegen und ich dachte sofort ans Surfen. Abgeholt wurden wir von einem eigenen Taxi und im Robinson Club angekommen, war es so, als würden wir eine andere Welt betreten.

 

Durch die Eingangshalle hatten wir geradeaus einen Blick durch einen Gang unter einer Pergula entlang auf den Swimmingpool. Mit einem Begrüßungssekt in der Hand und einem Grinsen im Gesicht, das den Rest der Woche nicht mehr verschwinden sollte, wurden wir vom Clubchef Lars begrüßt – dort sprechen sich alle mit Vornamen und Du an. Dann wurde uns noch ein kleiner Einblick in die Anlage gegeben, uns unser Zimmer gezeigt und als wir gerade das Zimmer betreten, werden auch schon unsere Koffer gebracht. Die Klimaanlage lief auf Hochtouren und wir öffneten die Gardinen, um unseren Ausblick zu sehen. Wir hatten tatsächlich Meerblick und sahen die Stadt Safaga auf der anderen Seite der Bucht. Abgesehen von dem ganzen Luxus, beginnend beim Zimmerservice, den Riesen-Buffets dreimal täglich (aus Zeitmangel haben wir es nie geschafft nachmittags auch noch Kuchen zu essen), Mitternachtsmahl, Shuttlebus entlang der Promenade und den netten Robins (so heißen hier alle Angestellten), lag mein Hauptaugenmerk natürlich beim Surfen.

 

Direkt am ersten Abend wurden die Teilnehmer der „Naish Surf Week“ und ihre Begleiter begrüßt und das Wochenprogramm wird vorgestellt. Wir erfuhren, dass meist morgens Wind ist; sofort knüpften wir die ersten Kontakte – die meisten kennen sich schon seit Jahren und treffen sich hier immer wieder. Wir Neulinge wurden herzlich in die Gruppe aufgenommen und auch nach der Woche habe ich noch Kontakt zu den meisten. Es lebe Facebook!

 

Mit eingeschleppter Erkältung konnte ich leider den ersten Tag nicht surfen. Doch als ich wieder fit war, war auch Robby bereits angekommen; ein super sympathischer Surfer, der in keiner Weise abgehoben ist, sondern mit beiden Füßen fest auf dem Boden steht. Nach nur zwei Stunden Schlaf nach seinem Flug von Hawaii nach Ägypten und mit einem gewaltigen Jetlag saß er morgens früh um acht Uhr an der Surfstation und plauderte munter mit uns. Ganz gelassen nahm er hin, dass von seinem Material nur ein Segel angekommen war und der Rest auf dem Flug verloren gegangen war.

 

Ich war nie der Typ dafür gewesen, jemanden anzuhimmeln und zu bewundern, nur weil er berühmt war, aber als ich gesehen habe, wie Robby surft – sein Brett scheint für ihn das zu sein, was Schuhe für uns sind – musste ich einfach zugeben, dass er super gut surft. Für ihn scheint es keine Richtung zu geben, in die er nicht fahren kann und damit wir genauso schnell fahren konnten wie er, hat er manchmal einen von uns mit seinem Board geschoben oder mit seinem einen Arm an den Mastfuß von einem von uns gegriffen und uns mitgezogen! So etwas habe ich noch nie vorher gesehen und hätte es auch nie für möglich gehalten!

 

Insgesamt konnte ich in der Zeit viele Leute kennen lernen und auch Kontakte für mein späteres Leben knüpfen: Bei Dieter, einem Surflehrer, der die Surfschule am Wulfener Hals auf Fehmarn betreibt, werde ich wahrscheinlich meine Surflehrerausbildung machen, alternativ könnte ich sie bei Hanspeter machen, dem die Surfschule in Pelzerhaken gehört. Bei Torsten, der die Wassersportstation im Robinson Club Soma Bay leitet, könnte ich ein Praktikum als Surflehrerin machen und bei Robby in der Firma vielleicht auch ein Praktikum bei seinem Segelmacher oder in der Surfsegelentwicklung.

 

Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken, die mir diese tolle Woche ermöglicht haben, als erstes bei der SURF und bei Chiemsee, weil es ohne das Preisausschreiben für mich nicht einmal im Traum die Möglichkeit gegeben hätte mit Robby in Ägypten zu surfen, dann bei den im Hintergrund tätigen Organisatoren, natürlich bei Robby selbst und allen anderen Teilnehmern der Naish Surf Week, die eine kunterbunte, fröhliche Truppe sind, die ich alle in mein Herz geschlossen habe und die mir noch immer ein Grinsen aufs Gesicht zaubern, wenn ich nur an diese einmalige Woche denke.

 

 

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